Alle die schon einmal den Nachthimmel betrachtet haben, stellen sich sicher dieselben Fragen. Was ist da draussen und wie ist das entstanden, wird das Universum ewig bestehen oder auch einmal sterben? Auch die Tatsache, dass das Leben auf unserem Planeten und das Auftauchen des Menschen keinem planenden Designer, sondern der Fähigkeit der Materie zur Selbstorganisation zu verdanken sind, fällt unserem auf Ziel und Sinn orientierten Denken schwer zu glauben. Die Botschaft von Charles Darwin lautet: In der Pflanzen- und Tierwelt existiert das, was sich aus dem Zusammenspiel von zufälliger Erbgutsvariation und Einwirkung der Umwelt ergeben hat und fortpflanzen konnte, alles andere hat sich nicht durchgesetzt und ist folglich auch nicht vorhanden. Der Weg zum heutigen Wissen über das Universum war nicht immer einfach. Nicht selten wurden Wissenschaftler für ihre Erkenntnisse bis ins späte Mittelalter verfolgt, gefoltert oder sogar getötet. Dogmen und Mythen sowie die Märchenkönigin Astrologie, wurden entlarvt und gehören in die Kategorie Unterhaltung. Sie versuchen aber noch immer von der Reputation der echten Wissenschaft zu profitieren und deren Vokabular zu verwenden, um wissenschaftlich zu erscheinen, ohne aber die Strukturen und Verfahren der Wissenschaftlichkeit einzuhalten. Ihre behaupteten Phänomene, konnten noch nie kritischen Fragen und schon gar nicht Überprüfungen standhalten. Weder Fortschritte noch Tatsachen können manche Menschen davon abhalten, an alles zu glauben was märchenhaft, wundersam oder zauberisch erscheint. Von den vielen Problemen mit denen diese Pseudowissenschaften konfrontiert sind, wissen die meisten auch nichts. Wer nichts weiss, muss alles glauben. Aber das Universum entstand und entwickelte sich  bis heute, und auch ohne Götter.

Die Wissenschaft stellt Fragen und prüft die möglichen Antworten auf ihre Richtigkeit. Erkenntnisse müssen reproduzierbar und überprüfbar sein, und die beobachteten Phänomene müssen auch empirisch untersuchbar sein. Die Astrophysik ist auf der Suche nach den ewigen Gründen der Wirklichkeit, die unabhängig sind welche Vorstellungen wir uns von der Welt machen. In den letzten hundert Jahren erzielte die Astronomie-Kosmologie enorme Fortschritte. Sie ist auf die Mathematik basierend und gehört zu den exakten Naturwissenschaften. Wir kennen heute die Anfangsgrösse und die Anfangszeit des Universums. Trotz den unglaublichen Fortschritten, gibt es noch immer grosse offene Fragen. Um die Tragweite und die Dimensionen des Universums zu begreifen, müssen wir uns aber vom Alltag und den Vorstellungen auf der Erde lösen.

Für mich war schnell klar, dass zur konventionellen Fotografie die Astrofotografie hinzukommen muss. Sie lässt sich beliebig steigern, wird dann aber auch immer anspruchsvoller. Interessant wird es dann, wenn man Objekte einfängt die man mit blossem Auge aber auch mit Teleskopen kaum oder nicht mehr sehen kann. Speziell betrifft es die Deep Sky-Fotografie. Heute können Astrofotografen in Bereiche gehen, die früher nur in grösseren Observatorien möglich waren. Dann wird man sich bewusst, wie unvorstellbar gross das beobachtbare Universum sein muss. Allerdings wissen wir auch das alles, was wir heute sehen und fotografieren können, schon lange der Vergangenheit angehört. Durch die kontinuierliche Expansion ist das Universum in Wirklichkeit noch viel grösser als der beobachtbare Teil des Universums. Mit den uns bekannten Zeit und- Entfernungsgrössenordnungen werden wir dort nicht weit kommen. Spätestens dann müssen wir eingestehen, dass unsere Anwesenheit nicht so wichtig sein kann, wie wir das meinen.

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